Bilder von Veranstaltungen

Italienischer Abend am 3.Juni in der Buchhandlung

Literaturkreis trifft sich in der Buchhandlung

Dr.Meessen, Leiter Katholisches Bildungswerk Odenwald/Bergstraße

Von Michael Lang (Odenwälder Echo 29.04.2016)
LITERATUR NACH FEIERABEND Einmal im Monat sprechen Interessierte bei der katholischen Gemeinde St. Sophia in Michelstadt über Bücher
MICHELSTADT - Den persönlichen Austausch über Gelesenes fördert die monatliche Zusammenkunft im Michelstädter Gemeindezentrum der katholischen Kirche St. Sebastian unter dem Titel „Literatur nach Feierabend“.
Literatur bildet das Leben ab, macht den Menschen in seinem Sein und Handeln transparent. Das, was zwischen den Zeilen steht, was quasi vom Leser imaginär ergänzt wird, macht den Leser zum Komplizen des Autors. Durch Lektüre wird die Welt erträglich und verständlich. Somit ist die Lektüre keine einsame Erfahrung, sondern immer ein Austausch mit dem großen Ganzen. Und dieser muss im Gespräch nicht zwingend in intellektuellen Höhen gipfeln, sondern kann äußerst spannend auf Augenhöhe der Teilnehmer stattfinden.

BEHANDELTE BÜCHER (mil). Die diesmal bei „Literatur nach Feierabend“ besprochenen Werke: „Am Schwarzen Berg“ von Anna Katharina Hahn ist mit der ISBN 978-3- 518-46422-9 als Taschenbuch bei Suhrkamp erschienen, Thomas Hettches Roman „Die Liebe der Väter“ ist bei btb mit der ISBN 978-3-442-74288-2 herausgekommen, und „Das Muschelessen“ von Birgit Vanderbeke wird von Rotbuch – Verlag unter der ISBN 978-3-86789-550 -7 geführt. Die Werke sind alle über den Buchhandel lieferbar.

Kontakt zum Literaturkreis finden interessierte bei Petra Bethke, zu erreichen unter Telefon 06061-71640.
Genießen von Büchern. Reden über Geschriebenes. Mitnehmen von Erkenntnissen. Das ist spannend und findet jeden zweiten Montag des Monats ab 20 Uhr unter dem Motto „Literatur nach Feierabend“ im Gemeindezentrum der katholischen Kirche St. Sebastian an der d’Orvillestraße in Michelstadt seinen Raum.
Keine Bedenken: Dies sind mitnichten Sitzungen zur Bekehrung zum christlichen Glauben. Die lockere Runde ist ökumenisch geprägt, auch Menschen, die mit Kirche nichts am Hut haben, sind willkommen. Allein die Freude am Lesen und der Austausch darüber sind die Themen.

Diesmal hatten sich die Leseratten beim Außentermin in der Buchhandlung Schindelhauer dem Thema „Väter in der Literatur“ gewidmet, wobei Frank Meessen, Leiter des katholischen Bildungswerks Bergstraße/Odenwald, anhand dreier Romane das Thema aufbereitete und geschickt am Köcheln hielt.
Vorgestellt hatte der promovierte Theologe Birgit Vanderbekes „Das Muschelessen“, in dem ein dominanter Vater, vielleicht ohne es zu merken, als Familientyrann auftritt. Ohne anwesend zu sein, nimmt er durch die Erwartung seines Heimkommens die Rolle des alles bestimmenden Despoten ein. Unterschwellige Angst und ein beinahe bedenklicher Respekt leiten das Handeln von Ehefrau und Kindern. Im Erzählen wird die überbordende Seelenlast der Mutter deutlich. Mit fein gesetzter Feder skizziert die Autorin den Vater als Despoten. Er ist der mit Worten und durch Verhaltensweisen charakterisierte Unglücksfall im Gefüge. Ständiges Reflektieren im Stile einer Litanei unterstreicht die latente Bedrohung. Kommt er noch? Die Frage bleibt unbeantwortet, die Muscheln wandern in den Müll. Das ist Symbolkraft auf anschaulicher Ebene.

Ganz anders die Vaterfigur in der Erzählung „Am Schwarzen Berg“. Hier zeichnet Anna Katharina Hahn mit psychologischem Einfühlungsvermögen einen realen Vater, der als erfolgreicher Mediziner den Sohn nur aus der Distanz wahrnimmt. Als Gegenpart im Ränkespiel um Liebe und Anerkennung steht der Nachbar, ein kinderloser Deutschlehrer, der seine unerfüllte, ideelle Vaterschaft dem Sohn des Arztes mit beinahe permanenter Anwesenheit aufoktroyiert. Der Sohn selbst erleidet Schiffbruch in der Ehe und muss den Verlust seiner beidenKinder erleiden, was er mit Selbstmord quittiert. Vielschichtige Vaterrollen werden offengelegt.

Das Leiden unter dem Verlust des Kindes trifft auch den Protagonisten in Thomas Hettches „Die Liebe der Väter“. Durch die Trennung von der Ehefrau wird ihm die Tochter entfremdet, was die Autorin derart schmerzhaft zu gestalten weiß, dass man glaubt, sie schneide mit dem Skalpell in die Gefühlswelt des langsam in pathologische Verhaltensweisen abgleitenden Vaters, die aber immer verständlich und nachvollziehbar bleiben.

Als Erkenntnis wurde deutlich, dass alle drei Bücher verschiedene Aspekte des Vaterseins reflektieren, die vorzugsweise Männer und Väter irgendwie alle kennen. Was natürlich nicht heißt, dass sämtliche Varianten jeder auf die gleiche Weise nachspüren kann. Literatur als Spiegel des Lebens. An diesem Abend ist dies abermals auf interessante und unterhaltsame Weise deutlich geworden.

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Die Menge von Büchern, die die Verlage in jedem Jahr publizieren, scheint schier unerschöpflich. Einen Überblick zu gewinnen oder gar eine Auswahl zu treffen ist kein leichtes Unterfangen. Aus diesem Grund besuchte am vergangenen Donnerstag der Leistungskurs Deutsch (Q 3) gemeinsam mit seinem Deutschlehrer OStR Frank Obrath und der Lehrerin Dr. Hofmann die Buchhandlung Schindelhauer in Michelstadt. Die Buchhändlerinnen Frauke Schindelhauer-Kaufmann und Anja Münch stellten den SchülerInnen Roman und Erzählbände vor. Das Spektrum reichte vom diesjährigen Gewinner des Deutschen Buchpreises – Frank Witzels ziegelsteinschwerer Band „Über die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969″ – bis hin zu Sebastians Fitzeks „Das Joshua Profil“. Die Buchhändlerinnen erzählten, berichteten über ihre Eindrücke, lasen Passagen vor und hatten dabei immer im Auge, welchen Leser das eine oder andere Buch begeistern könnte. Ein gelungener Auftakt zur Beschäftigung mit dem Thema „Literarischer Markt“.
Text und Beitrag: Sabine Hofmann am 8.12.2015
Foto: Katarina Bauer

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